A large male Lobi sculpture

Out of stock

Category: SKU: DSC02054

Description

A large male Lobi sculpture of the Some Binlare workshop, standing on blockshaped feet, slightly bent legs, a columnar torso with a rhomboid chest, the arms in openwork carved close to the body, the ovoid head with heavy lidded eyes, the sacrification patina in particular on on the front of the sculpture, the left leg has a water damage, but in general the sculpture is in good condition.

The Lobi carver Binlare died according of the information of his son Lupité Pale highaged 1980 or 1981, he lived in the village Gongonbili, 20 km from Gaoua. The tradition of this carver is characterized by a number of followers, which are partly active also today. The quality of these carvings is very different. Most of them are coming from ritual use. But we collected also pieces without any traces of sacrifications. We discovered the first five sculptures 2007and in this year other eleven statues. Five of the recently discovered figures were purchased directly from Lupité Pale (the son of Some Binlare, who lived as a fetisher and sculptor in Gongonbili) one of the two sons, who were also carvers; In March 2008 we could identify this carver and his circumstances by his family, in the meantime we collected more than 40 sculptures of these carver/s.

The sculpture, which is for sale in the upcoming auction is probably a late work from Some Binlare. A more archaic, more earlier work is in the Paul Howlett collection, Italy, and was identified by Lupite Pale as an work of his father. The sculpture has traces of ritual use, the arms are partly eroded by insect damages. A follower of Binlare was exhibited and sold by the Berlin auctionhouse Jeschke/van Vlieth, expert Jo de Buck, Dec. 2011. A classification of the Some Binlare work and it´s followers is described in an article by Paul Howlett.

More about this workshop

Tribalartauction Jeschke/van Vliet

800 – 1.000,- Euro

Height: 115 cm
Weight
: 14,2 kg

Lupite Pale Lobi carver tribalartforum

Photo wj, The Carver and Fetisher Lupité Palé, Gongonbili, 2006.

Der Schnitzer Lupité Palé, Gongonbili

Neben Ahnenfiguren* und Fetischfiguren habe er auch Schalenträgerinnen (portable altars) und Maternities geschnitzt. Aber davon sei nichts mehr da.

Ich frage Loupité, ob ich eine der Figuren denn als Fetisch weiter benutzen könne.

“Nein!” das ginge nicht, denn ich sei ja schließlich kein Fetischeur. Aber erkönne die Figuren noch einmal für mich beopfern, damit sie für mich “arbeiten” kann. Für eine Person aus Ghana hätte er das auch schon einmal gemacht und der sei auch sehr zufrieden gewesen und nach einem halben Jahr wiedergekommen.

“Was braucht man denn, um Fetischeur zu werden?”

Es sei ein Wort, was ich wissen müßte. Wenn ich das kennen würde, wäre ich Fetischeur. Aber das dauert normalerweise drei Jahre und ich müßte alle drei Jahre wiederkommen. Die Initiation würde nur drei Tage dauern. Dazu müßte ich zwei Hühner mit bestimmten Zeichen, zwei Perlhühner, zwei Hähne, einen Sack Hirse, einen Sack Sogum, sechs Sack Bohnen opfern und ihm als initiierendem Fetischeur müßte ich zwei Kühe mitbringen.

Aber bevor ich Fetischeur würde, könne ich doch erst einmal für ein Problem, das ich habe, den Fetisch durch ihn beopfern lassen. Da könne man doch eifach mit ein, zwei Hühnern anfangen.

Ob ich denn die Figuren, die z.Zt. für ihn arbeiten, mal sehen könne. Nein, das ginge nicht…auf keinen Fall. Er habe seinem Fetisch ein Versprechen gegeben, ihn niemandem Fremden zu zeigen. Wenn er es doch tun würde, sei das sehr gefährlich für ihn selber. Diesem Risiko würde er sich nicht aussetzen. Es seien ähnliche Figuren, die er von seinem Vater habe und die ich auch hier sehen könne. Aber diese hier würden eben nicht mehr als Fetisch benutzt werden. Es seien ihm vor einiger Zeit – bevor er seinem Fetisch das Versprechen gab – einige Figuren, die noch als Fetisch arbeiteten, gestohlen worden. Er habe daraufhin das ganze Dorf zusammengerufen und man habe tagelang beraten, was zu tun sei. Das sei sehr schlimm gewesen damals, denn der fetisch habe gut für ihn gearbeitet und nicht nur für ihn sondern für das ganze Dorf. Die Sache mit dem Diebstahl sei geschen nachdem er jemand fremdes den Fetisch gezeigt habe, weil der ein Opfer durch ihn machen wollte. Dann sei man jedoch in der Nacht gekommen und hätte drei der wichtigsten Figuren gestohlen. So sei das damals gewesen. Es war sehr schlimm für das ganze Dorf.

* auf die z.Zt. immer noch oft vehement diskutierte Frage, ob es Ahnenfiguren bei den Lobi gäbe (Daniela Bognolo), möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Vereinfacht gesagt habe ich bei unterschiedlichen Lobi-Clans unterschiedliche Antworten erhalten. Aber mir scheint möglicherweise auch ein linguistisches Problem in der Sache zu stecken, denn wie läßt sich “ancestor-sculpture” auf Lobiri übersetzen, wenn ein solcher Begriff in der Sprache dieser Ethnie gar nicht existiert?

Additional information

Weight 14.2 kg